Vor der Hahle 14
30916 Isernhagen
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Instagram: atelier.triceartopos
- geboren 1957 in Hannover
- Studium: Kunstgeschichte, Philosophie, Volkskunde, Sprache und Kultur Vietnams an der Universität Hamburg.
- Dissertation: Her-vor-bringungen: Ästhetische Erfahrungen zwischen Bense und Heidegger.
- Lehraufträge an der Universität Bremen.
- Ausbildung zur Philosophischen Beraterin und Kunst- und Hypnosetherapeutin,
- Arbeit in einer Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie
- Literarische und wissenschaftliche Veröffentlichungen, Vorträge, Schreibkurse,
- Gemeinschafts- und Einzelausstellungen
- BBK Hannover
- Im Vorstand des Freien Deutschen Autor*innenverbandes (FDA) Nord
- Zurzeit GEDOK NiedersachsenHannover
- Im Vorstand von Focus-Europa Kunst ohne Grenzen.
Kunst ist Arbeit am Deutungszusammenhang der Welt. Die gewohnte Perspektive verschiebt sich und eröffnet eine neue Sicht auf die Dinge. Kunst verknüpft das Treibgut – das, was wir vorfinden – auf unerwartete Weise. Sie legt es uns in seiner deutungslosen Absurdität als bloß Vorhandenes vor die staunenden Augen. Zeit, Raum, Logik demaskieren sich als Konstruktionen. In Kunst und Dichtung spielen wir mit den Weltschöpfungselementen, den Grundfesten unserer Wirklichkeit. Nirgends sonst ist es Menschen so ernst mit dem Unernst des Spiels.
Es entsteht ein Möglichkeitsspielraum: Verortungen mit den Koordinaten einer möglichen Welt – keine festen Bezugspunkte, sondern fragile Setzungen im Fluss des Bedeutens, die wieder zerbrechen und in die ursprüngliche Zersprungenheit des Seins zurückstürzen.
Als Treibgutsammlerin am Saum der Realität lese ich auf, was aus dem Diskontinuum des Seins an die Ufer unserer Wirklichkeit gespült wird, und füge es zu vorläufigen Sinnganzen zusammen.
Was bleibt von unseren Konstruktionen? Verschwindet nach unserem Raubzug auf diesem Planeten, nach unserem ethischen Versagen im Anthropozän, jede Erinnerung? Haben wir längst alle ethischen Koordinaten verloren – haben wir uns so verortet, dass jeder Bezug zur Erde, zur Natur und ihren Wesen abhanden gekommen ist? Bleibt dann allein die grandiose, proteushafte Natur als der Abgrund des Auf- und Untergangs, des Seins und Werdens?
Ich will nichts Gefälliges schaffen – weder im Schreiben noch in der Kunst. Es geht mir darum, unter den Alltagsschein und die optimierten Ästhetiken zu blicken: um unsere Fragilität und Verletzlichkeit aufscheinen zu lassen – und die der Natur und ihrer Wesen –, unsere verdrängten Abhängigkeiten sichtbar zu machen, aber auch unsere Unverdrossenheit, den hartnäckigen Glauben, dass schon alles gut gehen wird.